Archiv für November 2011

Nachbarschaftscafé meets Autonome Werkstätten: Backen und Nähen im AZ!

Quelle: http://unsersquat.blogsport.eu/

Solidaritäts Aktion vor Bally Wulff in Köln

Am 18.11. drückten Mitglieder der FAU Köln ihre Solidarität mit dem Arbeitskampf der FAU Berlin vor der Bally Wulff Niederlassung in Köln aus. Uns wurde von Anfang an der Zutritt zum Gelände verboten, dennoch konnten wir unsere Aktion störungsfrei durchziehn. Flyer wurden an einzelne Mitarbeiter sowie die unmittelbare Nachbarschaft verteilt. Es gab kurze Gespräche mit einzelnen Mitarbeitern und vorbeikommenden Menschen, die grundsätzlich offen für unser Anliegen waren. Es gab zwar wenig Feadback, dieses war allerdings durchweg positiv. Unterstützt wurden wir bei unserer Solidaritätsaktion von den Kölner Wobblies.

Wir wünschen den Berliner GenossenInnen viel Kraft und Erfolg für den weiteren Kampf und werden diesen auch weiterhin nach unseren Möglichkeiten unterstützen!

Kontakt Möglichkeit zur FAU Köln: HIER

Lokale Kämpfe/Termine der nächsten Zeit

17.11. „Gemeinsam auf die Straße – Für bessere Bildung!“ lautet das Motto des Bildungsstreiks in Köln. Es gibt 2. Anlaufspunkte:

1. Albertus-Magnus-Platz, vor dem Uni-Hauptgebäude

2. Deutz, Eitorfer Straße, vor den dortigen Beruskollegs

Ab 10.00 Uhr gehts los! Weitere Infos unter: bildungsstreik-koeln.de

17.11. Am gleichen Tag gibt es Abends eine weitere Occupy Demonstration. Diese beginnt um 17.30 Uhr vom Rudolfplatz.

18.11. Am Freitag wird es eine Solidaritäts Aktion der FAU Köln zur Unterstützung des Arbeitskampfes der FAU Berlin bei dem Spielautomatenhersteller Bally Wulf geben. Freitag gibt es einen Bundesweiten Aktionstag zur Unterstützung der von Lohndumping und Outsourcing betroffenen Kollegen, auch in Köln wird deshalb vor der lokalen Niederlassung Bally Wulf`s eine Kundgebung stattfinden. Mehr Infos zum Arbeitskampf findet ihr unter: FAU.org

18.11. Am Abend des gleichen Tages gibt es dann noch eine Soliparty im Autonomen Zentrum Köln für squat-a-lot, einer Freiraum Kampagne. Los gehts um 19.00 Uhr. Weitere Infos unter: unsersquat.blogsport.eu

19.11. Samstags demonstriert dann Pro Köln gegen das AZ Köln. Kommt alle um 9:00 UHR zur KALKER HAUPTSTRASSE! Hier nochmals der Aufruf des AZ Köln: KLICK

20.11.
Und am Sonntag haben wir unser erstes öffentliches Treffen um 16.00 Uhr im AZ Köln. Wir freun uns auf euch! Hier nochmals unsere Kontakt E-Mail Adresse: asjkoeln(a)riseup.net

In eigener Sache

Um Verwirrungen Auszuschliezen unser Öffentliches Treffen am 20.11. beginnt um 16uhr (nicht um 15uhr).

Ab sofort haben wir eine neue Kontakt Mail-Adresse: asjkoeln(a)riseup.net

Die alte Mail-Adresse bleibt trozdem noch einige Zeit bestehen, weil diese schon verbreitet wurde. Schreibt aber in Zukunft bitte auf die Neue.

Aufruf des Autonomen Zentrums gegen Pro Köln

FÜR EIN SOLIDARISCHES KALK MIT AUTONOMEN STADTTEILZENTRUM
GEGEN RASSISTISCHE HETZE UND AUTORITÄRE VERTREIBUNGSPOLITIK

Das Autonome Zentrum (AZ) in der Wiersbergstraße 44 nahe Kalk Kapelle existiert mittlerweile seit anderthalb Jahren als selbstverwalteter Ort für unkommerzielle Kunst, Kultur und parteiunabhängige Politik. Es entstand durch die Besetzung der seit vielen Jahren leergestandenen, ehemaligen Kantine der Klöckner-Humboldt-Deutz-Werke. Nachdem es zunächst keine Gesprächsbereitschaft seitens der Eigentümerin Sparkasse Köln­Bonn gab und Anfang April 2011 versucht wurde das Gebäude polizeilich zu räumen, gibt es nun einen legalen Nutzungsver­trag. Im AZ gab es bisher weit über 1.000 Veranstaltungen mit mehreren 10.000 Besucher_innen. Es gibt Workshops, Theater, Lesungen, Politveranstaltungen, Kino, Konzerte, Partys, Sport, Kneipe, Kunst und vieles mehr. Nicht zuletzt bietet das AZ Platz für Proberäume, Gruppenräume, Ateliers und Werkstätten.

Die Nutzer_innen des AZ entscheiden selbst über die Organi­sation und Gestaltung nach dem Konsens-Prinzip, so dass bei Konflikten Lösungen gefunden werden, mit denen alle leben können. Dabei bemühen wir uns seit dem ersten Tag auch um einen Dialog mit unseren Nachbar_innen, um die Interessen der Anwohner_innen in der Wiersbergstraße zu berücksichtigen.

Um so mehr ärgert es uns, dass sich ausgerechnet die rechte Partei Pro Köln nun als Interessensvertretung der Anwohner_innen aufspielt, indem sie am 19. November zu einer Demonst­ration gegen das Autonome Zentrum aufruft. In einem Flugblatt listet Pro Köln so teilweise berechtigten Beschwerden von An­wohner_innen auf (insbesondere wegen Lärm durch Party- und Konzertbesucher_innen an Wochenenden) bunt zusammenge­würfelt mit allgemeinen urbanen Phänomenen (wie Graffitis), Falschbehauptungen (»rechtsfreier Raum«, »illegal« etc.) absur­den Unterstellungen (»Kleinkriminalität in den Seitenstraßen«) und schlicht Lügen (»Vermüllung«, »Terror«).

Pro Köln hat seinen Ursprung in der neofaschistischen Sze­ne Kölns und ging aus der Partei Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) hervor. Seitdem versuchen sie ihre rassistische und menschenverachtende Ideologie mit einem bürgerlichen Erscheinungsbild auszustatten, um damit im konservativen, rechtsoffenen Lager auf Stimmenfang zu gehen. Dieser An­sammlung von Neonazis und Rassist_innen passt die Existenz eines autonomen Stadtteilzentrums natürlich überhaupt nicht in ihr Weltbild. Sie stilisieren das Autonome Zentrum im Inter­net zu einem Hort »linksextremen Terrors« und bemühen gar den Vergleich mit einer »neuen RAF«. In NRW bewerben sie den geplanten Aufmarsch am 19. November durch Kalk schlicht als »Großdemo gegen Links«.

Auch wenn es berechtigte Beschwerden über Besucher_innen des Autonome Zentrum geben mag, so sind diese Probleme weder zu verallgemeinern noch unlösbar. Die Offensive gegen das AZ ist nicht zuletzt eine nützliche Ablenkung davon, dass die Politik keinerlei Konzepte hat, um den eigentlichen Problemen der Menschen in Kalk,wie beispielsweise der hohen Armut, Ar­beitslosigkeit und den steigenden Mieten, zu begegnen.

Für viele Menschen in Kalk und ganz Köln ist das AZ ein Ort, an dem sie – unabhängig von ihrem Geldbeutel –Veranstaltungen machen können, Kunst herstellen und Konzerte und Parties besuchen können, politische The­men diskutieren und sich selbst organisieren.

AM 19. NOVEMBER RUFEN WIR UND VIELE ANDERE INITIATIVEN IN KALK UND KÖLN ZU PROTESTEN GEGEN DEN PRO KÖLN AUFMARSCH AUF. STELLEN WIR UNS GEMEINSAM DEN RASSIST_INNEN IN DEN WEG UM ZU ZEIGEN, DASS WIR EIN SOLIDARISCHES, BUNTES UND TOLERANTES KALK WOLLEN IN DEM VIELE UNTERSCHIEDLICHE MENSCHEN PLATZ HABEN.

Quelle: unsersquat.blogsport.eu