Archiv für November 2011

Bonn: Tears for Kenitra – Ein Mensch erzählt

Mittwoch, den 23.11.2011, ab 19:30 Uhr im Buchladen LeSabot (Breitestrasse 76)

Wir laden herzlich ein zu einem Diskussions- und Frageabend mit Mohammed Hassoum. Mohammed lebt seit über zwanzig Jahren in Deutschland und studierte hier. Vor einiger Zeit wurde er aufmerksam auf die Situation von illegalen Flüchtlingen in Marokko. Bewegt von deren Schicksal, begann Mohammed mit Freunden gemeinsam ein kleines Netzwerk der direkten Hilfe aufzubauen. Seit fast vier Jahren betreiben sie diese Arbeit, von der wir an diesem Abend mehr erfahren werden, in kleinem Kreis allein.
Von der UNO über die deutschen Behörden bis hin zu diversen Entwicklungshilfeinstitutionen – niemand konnte oder wollte Mohammed und seine Freunde bis heute unterstützen.

Wir fanden Mohammed und seine Erzählungen sowie seine Kraft und Energie, gegen alle Widerstände und trotz so weniger Unterstützung von außen einfach weiterzumachen, so beeindruckend, dass wir ihn gebeten haben, auch einmal nach Bonn zu kommen. In einer offenen Fragerunde wollen wir ihn und seine Projekte vorstellen und überlegen, wie wir es gemeinsam schaffen können ihn und seine Freunde zu unterstützen.

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dringende Bitte um Unterstützung

In oben genannter Sache bitten wir nun schon einmal um dringende Unterstützung. Viele Flüchtlinge schaffen es jedes Jahr nicht in die Festung Europa. So stehen auch dieses Jahr wieder hunderte Menschen vor dem Problem, den Winter in der Illegalität in Nordafrika verbringen zu müssen.

Wir haben direkten Kontakt zu einer Initiative, die Flüchtlinge in Marokko mit Sachspenden unterstützt. Um diesen Menschen unter die Arme zu greifen, rufen wir zu einer großen Kleidersammelaktion auf. Wir verbürgen uns dafür, dass diese Sachen nicht auf irgendwelchen Trödelmärkten oder Internetversandhäusern landen. Die nächste Sendung wird wahrscheinlich in drei Wochen stattfinden.
Es wäre also super, wenn ihr alle nochmal schaut, ob ihr nicht kurz vorm Winter noch einmal ausmisten könnt. Wir freuen uns über alles. (Auch Geldspenden sind theoretisch willkommen, um die Transportkosten und Medikamente zu bezahlen.)

Ihr könnt die Kleidung entweder immer Dienstags in den Umsonstladen (Heerstrasse 205, 19-21 Uhr) bringen, oder uns kontaktieren unter:
utopienleben[ät]web.de
Wir würden dann versuchen mit euch einen anderen Termin zu finden.

Vielen Dank im Voraus
Eure ASJ Bonn

Quelle: ASJ Bonn

Anarchosyndikalistische Jugend (ASJ) Jetzt auch in Köln!

Bitte verbreitet unser Selbstverständnis zusammen mit dem Termin zum öffentlichen Treffen weiter!

Am 20.11.2011 haben wir um 16uhr unser erstes öffentliches Treffen im Autonomen Zentrum Köln (Wiersbergstrasse 44. 51103 Köln Kalk). Schaut vorbei, wir freun uns auf euch. Ihr könnt euch gerne im Vorfeld über Mail melden damit wir einen Überblick haben, wenn ihr einfach vorbei kommt, geht das aber natürlich auch klar.

Kontakt Mail-Adresse: asjkoeln@riseup.net


Selbstverständnis:

Wir sind eine anarchistisch – syndikalistisch organisierte Gruppe und haben uns gegründet, um selbstverwaltete und herrschaftskritische (anti-) politische Arbeit in Köln und Umgebung zu leisten.

Wir sprechen uns klar gegen die herrschenden Zustände und deren Verteidiger aus. Wir kritisieren klar und deutlich die kapitalistische Produktionsweise und ihre darauf folgenden Konsequenzen. Es darf nicht sein, dass eine kleine herrschende Klasse, getrieben durch reine Profitgier und Machtgeilheit, eine absolut lebensverachtende Politik betreibt und sie ungestört für ihre eigenen Interessen erhalten kann.

Millionen Menschen verhungern, Kriege halten die Systematik aufrecht, Lebensräume werden vernichtet, die Umwelt wird zerstört, Kinderarmut und Perspektivlosigkeit verbreiten sich stetig. Selbst in der angeblich „zivilisierten“ Gesellschaft verhungern und verelenden Menschen, werden Mensch und Tier ausgebeutet und jedes Mittel der Überwachung genutzt, um soziale Bewegungen zu zerschlagen.

Dem stellen wir uns mit all unserer Kraft, unserer Solidarität und unserer theoretischen, wie praktischen Arbeit / Kritik entgegen.

Nach unserem Verständnis bietet die klassen- und herrschaftslose Ordnung die einzige alternative zum bestehenden System. Klar ist für uns, dass es in einer emanzipierten Gesellschaft mehr bedarf, als nur einer guten Organisationsform. Die neue Gesellschaft muss lernen sämtliche Lebensbereiche nach freiheitlichem Vorbild neu zu gestalten. Föderalistisch organisiert, Entscheidungsfindung im Konsensprinzip, gegenseitige Hilfe als gesellschaftliche Ethik, sind Basis einer freien Welt.

Diesem Ideal stehen wie als syndikalistisch organisierte Anarchisten nahe und praktizieren es in all unseren Lebensbereichen.

Wir stehen ein gegen jede Ausübung / Auslebung von Herrschaft und machen uns stark gegen jede totalitäre Weltanschauung. Wir sehen uns als absolute Feinde autoritärer, faschistoider Ideologien jeglicher Couleur.Wir solidarisieren uns mit allen freiheitlichen, im Kampf stehenden Menschen regional, wie inter- (anti-) national, dennoch in keinster Weise mit Nationen oder ähnlichen Konstrukten, die den Schutzraum und die Sehnsucht des Einzelnen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.

Daher kämpfen wir für eine Perspektive in anarchistischer Tradition.

ASJ Köln